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Pferderennen sind vor allem in Großbritannien seit jeher ein Ereignis, wo sich die Schönen und Reichen treffen. Das berühmteste Pferderennen der Welt ist bestimmt das Pferderennen in Ascot. Heuer gab hier auch Herzogin Meghan mit ihrem Prinzen Harry ihr Debüt.

Auch die Queen kam wie jedes Jahr pünktlich um 14 Uhr mit einer Prozession an Kutschen an der Rennstrecke an, begleitet von ihrem Enkel Prinz Harry mit seiner neu angetrauten Meghan. Die Pferderennbahn Ascot liegt nicht weit von Schloss Windsor entfernt und während der wichtigsten Rennwoche Großbritanniens, Royal Ascot, lässt sich die Queen keinen Renntag entgehen. Es ist ihr zuletzt 1953 passiert, dass sie nicht an allen Renntagen anwesend sein konnte.

Image result for Pferderennen in GroßbritannienDieses Jahr machte man beim berühmten Pferderennen in Ascot mobil gegen Alkohol und Drogen. Die Polizei führte Drogenspürhunde an Bars, Tribünen und Toiletten vorbei, noch bevor das fünftägige Spektakel losging. War es früher üblich, dass sich Bierverkäufer ihren Gerstensaft in Rückentanks zu den durstigen Zuschauern gesellten, sind diese heuer verboten. Stattdessen sind die Eingänge zum Renngelände mit Sicherheitspersonal versehen, die mit Alkoholessgeräten dafür sorgten, dass nur nüchterne Besucher Zutritt zu diesem Pferdespektakel haben.

Grund dafür ist, dass man sich sowohl um die Sicherheit der Gäste sorgte, aber auch um den guten Ruf der traditionsreichen Rennstrecke, die im Jahr 1711 gegründet wurde. In den Wochen zuvor kam es nicht nur an der Rennbahn in Ascot, sondern auch bei Pferderennen in Goodwood und Hexham zu Massenschlägereien. Benommen von Alkohol oder anderen berauschenden Substanzen gingen Männer in noblen Anzügen, wie man sie bei Pferderennen zu tragen pflegt, aufeinander los.

Als vornehmste und berühmteste Serie von Pferderennen in Großbritannien gibt es beim Royal Ascot in diesem Jahr ein Preisgeld von umgerechnet 8,2 Millionen Euro. Das zieht natürlich die besten Rennställe und Jockeys an, die mit insgesamt über 500 Pferden an den Rennen teilnehmen. Auch die Besucherzahl ist bei diesem berühmten Rennspektakel enorm, mit über 300.000 Gästen an den fünf Renntagen sind es in etwa gleich viele, wie bei allen anderen Rennen des Jahres in Ascot zusammen.

Wie im Königreich üblich, gibt es für Pferderennen einen Dresscode. Neben eleganten Kleidern für Frauen und schicken Anzügen für die Herren wird auf den teuersten Plätzen auch die Kopfbedeckung vorgeschrieben: Für Frauen besteht Hut-Pflicht und Männer müssen Zylinder tragen.

Es ist eine alte Tradition, dass die Frauen darum wetteifern, wer die exzentrischten und ausladendsten Kopfbedeckungen trägt.

Auch kulinarisch werden die Besucher der Royal Ascot auf höchstem Niveau verwöhnt. Mit über fünf Tonnen Lachs, 3.500 Hummern, 44.000 Flaschen Wein, 56.000 Flaschen Champagner sowie 21.000 Gläsern mit Pimm’s-Longtrinks werden die Gäste in mehr als Hundert Imbissbuden, Bars und Restaurants verköstigt.

Alkohol ist also nicht völlig verboten, solange die Gäste ihren Konsum unter Kontrolle halten, sodass sie nicht aggressiv werden. Scharf kontrolliert wird allerdings der Drogenkonsum, die Polizei ist mit über 20 Drogenspürhunden vor Ort. An den Eingängen werden sogar Boxen platziert, in denen die Besucher eventuelle illegale Drogen entsorgen können, ohne dafür bestraft zu werden.

Die Renngäste kritisieren allerdings, dass sie auf die Bierverkäufer mit den Tanks am Rücken verzichten müssen. Man befürchtet, dass es gerade deshalb zu längeren Warteschlangen an den Bars kommen könnte, was erst recht Rangeleien und Streits auslösen könnte. Die Veranstalter meinen allerdings, dass die mobilen Bierverkäufer eine falsche Botschaft aussenden würden.

Wer etwas auf sich hält, trinkt bei diesem gesellschaftlichen Höhepunkt ohnehin das britische Nationalgetränk Pimm’s, beziehungsweise wer zur Oberschicht gehört, genießt Champagner mit Erdbeeren,

Insgesamt kann man sagen, dass auf diesem großen Spektakel nicht nur die Pferde im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem das britische Königshaus sowie jede Menge andere Adeliger aus ganz Europa. Royal Ascot ist sozusagen ein königliches Volksfest und gleichzeitig Modenschau mit eleganten Kleidern und verrückten Hüten.