Für Pferdeliebhaber sind Pferde nicht nur Hobby, sondern Leidenschaft und oft Lebensinhalt. Zuchtpferde sind gefragter denn je, sei es für den privaten “Gebrauch”, für das Sportreiten oder gar für Olympia. Ein Pferd muss nicht nur stark, sondern auch schön sein.

Image result for Pferdezucht und DressurDie Pferdezucht

EIne Pferdezucht ist ein wirtschaftliches Unterfangen, und ist mit hohen Kosten verbunden. Ein Zuchttier kann den Züchter bis zum Verkauf einige Tausend Euro kosten. Ist das Zuchttier gut und die Züchtung gefragt, kann das Tier allerdings beim Verkauf gut und gerne 5.000 bis 15.000 Euro einbringen.

Wer selbst eine Pferdezucht wagen möchte, benötigt im besten Fall die Ausbildung zum Pferdewirt. Es gibt in Deutschland unterschiedliche Ausrichtungen: Pferdewirt mit Fokus auf Pferdezucht, Pferdehaltung oder Reitwesen. Es gibt in Deutschland immer mehr Jungzüchter, die bereits mit 16 Jahren eine Zucht beginnen. Der jüngste Züchter ist allerdings tatsächlich nur sechs Jahre alt! Hobbyzüchter seien jedoch gewarnt: Wenn die Züchtung nicht durchdacht und als wirtschaflichtes Unternehmen betrachtet wird, bringen die Verkaufs- oder Wettbewerbskosten gerade einmal die Kosten für die Haltung der Pferde ein.

Bei den Pferden unterscheidet man zwischen Warm- und Kaltblütern und Ponys. Warmblüter sind diejenigen Pferde, die schnell und rassig sind. Sie werden meistens für Rennturniere und Hindernisturniere eingesetzt. Kaltblüter sind die eher ruhigen Pferde, die meist nur dem privaten Gebrauch dienen.

Hengste werden, wenn sie denn gut sind, oft als Deckhengste verwendet. So bringen sie zusätzliche Einnahmen. Die teuersten Deckhengste bringen pro Deckung an die Tausende bis in die Milionen Euro oder Dollar ein. Stuten werden genau wie Hengste für den Sport verwendet. Wenn sie für den Sport nicht mehr gebraucht werden, werden sie in die Züchtung aufgenommen.

Das Dressurreiten

Es ist vor allem für das Dressurreiten wichtig, stattliche Pferde zu züchten, die stark und wendig sind. Allerdings kann auch im Nachhinein noch in eine bessere Richtung mithilfe von Sport justiert werden. Das Pferd soll muskulöser, flinker und gehorsamer werden. Mithilfe des richtigen Trainings kann das gelingen.

Dressurpferde sind heutzutage besonders gefragt. Eigentlich kommt die Dressur aus Militärzeiten. Offiziere ritten in Dressur vor gut 150 Jahren gegen- und miteinander. Seit 1912 ist das Dressurreiten auch Teil von Olympia. Ein guter Weg, Pferde zu dressieren ist, ihnen Kommandos “anzutrainieren”. Je nachdem, was das Pferd gerade selbst tut, wird das Kommando in Form eines Begriffs oder Lautes gegeben. Das Pferd merkt sich die Kommandos und gewöhnt sich so daran, die gewollte Gang- oder Sprungart auszuführen.

Das Dressurreiten ist im Turnier sehr gefragt, und wer sein Pferd gut trainiert hat und Dressurreiten kann, ist ein Meister seines Faches. Es geht hier nicht nur um das Pferd, sondern vor allem auch um die Verschmelzung zwischen Reiter und Pferd.

In Frankreich lebt Jean-Francois Pignon. Ein Pferdeflüsterer, der mit seiner Leidenschaft für Pferde die Dressur perfektioniert hat. Er trainiert Tausende von Pferden und in seinen Dressurshows reitet er beizeiten auf zwei oder mehr Pferden gleichzeitig. Es geht also im Dressurreiten darum, dass Reiter und Pferd perfekt zueinander passen, dass sich das Tier gut reiten lässt, auf den Reiter hört und sportlich ist.

Im Dressurreittraning geht es um den Rhythmus. Das Pferd muss einen ruhigen Takt, einen ruhigen Rhythmus aufweisen. Das Training sollte dafür sorgen, dass das Pferd eine Regularität im Traben und Galoppieren aufweist. Wichtig ist auch der Kontakt zwischen Reiter und Pferd. Das Pferd soll nicht gezwungen werden, es soll nachgeben. Ebenfalls geht es um die Balance aus Entspannung und den Schwung beim Reiten.

Eine Dressurprüfung besteht in der Regel aus dem Einreiten mit Grüßen. Es folgen Trab, versammelter oder starker Trab, Rückwärtslaufen, das Traversieren, die Piaffe, versammelte und starke Schritte und Galopp. Zum Ende hin folgen die Galopppirouetten und einige fliegenden Galoppwechsel. Am Schluss wird gehalten und gegrüßt.